Vereinsleben

Vereinsleben

Ich habe mir lange ├╝berlegt, soll ich diesen Artikel schreiben -oder nicht. Seit fast 50 Jahren bin ich aktives Mitglied im SAV. W├Ąhrend dieses Zeitraums hat sich nat├╝rlicherweise, viel ver├Ąndert. Sowohl was die Mitgliedszahlen, als auch das Mitgliedsverhalten gegen├╝ber dem Verein selbst betrifft. Angefangen habe ich als Jugendlicher, gelitten unter G├Âtzelmann und┬á „Schmidtekarl“. Zwischenzeitlich wieder als 2. Vorstand selbst der Obermotzer geworden…aber warum?

Von Au├čenstehenden, die sich als G├Ąste im Bereich unserer Anlage sich┬áaufhielten oder bei uns ein Fest feierten, sind begeistert von dem Ambiente und nat├╝rlich von den Preisen.
Jeder wei├č, dass es eine Heidenarbeit macht diese Anlage in Schuss zu halten, zumal wir als Konzessionsinhaber, verpflichtet sind das Eine oder Andere vorzuweisen.
Wir sind zur Zeit 107 Mitglieder. Davon Rentner oder Schwerbehinderte: 29, Passiv: 18, Jugend: 17. Als ich selbst bereits in Pension, aktiv im Arbeitsleben stand, war immer Zeit f├╝r den Verein, nicht nur am K-Freitag (es gaben auch noch gr├Â├čere Feste damals) sich einzubringen. Auch ich hatte kleine Kinder und arbeite im Schichtdienst. Als Ende der 90er der Umbau und die Gastst├Ątte, sowie die Hebeanlage unter F├╝hrung von Peter Kolb als 1. Vorstand fertig war, ging es leider ├╝ber einen l├Ąngeren Zeitraum, unter nun neuer F├╝hrung, abw├Ąrts. Durch Streitigkeiten und Misswirtschaft ab dem Jahr 2000, blieb ein Gro├čteil der Mitglieder weg und im Bereich des Anglerheims bildete sich eine Klicke, die sich gegen├╝ber der Mehrheit der Mitglieder abschirmte was zur Folge hatte, dass es zu Zwist kam und die Mehrheit weg blieb. Nachdem im Jahr 2005 J├Ârg Holm das Zepter ├╝bernahm war ein langsamer Aufschwung wieder zu verzeichnen.┬áZwei Jahre sp├Ąter lie├č ich mich auch wieder ├╝berreden und stand J├Ârg zur Seite. Gemeinsam brachten wir wieder etwas Schwung in unser sch├Ânes Heim und die Freitagstreffen, sowie der Sonntagsmorgenfr├╝hschoppen, waren sehr gut besetzt. Als 2012 J├Ârg ausschied trat Andreas Fr├╝hauf in seine Fu├čstapfen und die Vereinsf├╝hrung ging in gleicher Art und Weise weiter. Aber, keiner wei├č warum, blieben die Vereinsmitglieder beim Fr├╝hschoppen weg, das Freitagstreffen wurde nur noch von unseren befreundeten Mitglieder des Schiffervereins besucht.

Bislang ist es uns als Gesamtvorstandschaft nicht gelungen in Erfahrung zu bringen, warum unsere Mitglieder nur noch dann kommen, wenn sie entweder eine Angelerlaubnis f├╝r die Elsenz brauchen oder, notgedrungen nach Aufforderung, ihre Arbeitsstunden ableisten. Wenn man bei Aktiven nachfragt warum man sich so rar macht erh├Ąlt man die Auskunft die Familie, die Arbeit. Ich frage mich warum ich in einen Verein gehe, wenn ich kein Interesse an ihm habe. Nur wegen der billigen Angelkarten? Bei einigen ist es bestimmt so, aber doch nicht bei fast allen Aktiven?
Anhand meiner Unterlagen bez├╝glich der Arbeitsstunden steht fest, dass das Angelheim von einer Hand voll Mitglieder in Schwung gehalten wird die Arbeiten und Unzul├Ąnglichkeiten sehen┬á und selbst├Ąndig aktiv werden die M├Ąngel zu beseitigen. Es ist traurig, wenn zum Elsenzreinigen bei der Anzahl der ausgegebenen Karten nur 15 Leute kommen. Zum Angeln sind sie dann wieder alle fast am Wasser zu sehen. Hierf├╝r ist Zeit… Wenn das Jahr sich dem Ende neigt und man den Einen oder Anderen auf die noch zu leistende Arbeitsstunden anspricht gibt es die tollsten Antworten. Im Fr├╝hjahr wurde bei der Hauptversammlung mitgeteilt, was die unbedingt vorzunehmenden Arbeiten sind. Wir sind gerade dabei die gesamte Au├čenanlage frisch zu streichen. Wer macht`s, zwei Rentner. Aber es gibt auch Gutes zu berichten. Ein Teil der Neumitglieder haben sich sehr gut eingef├╝gt und arbeitstechnisch sind sie sehr willig. Das gr├Â├čte Lob will ich aber unseren beiden Jugendwarten zollen. Was die Beiden in den wenigen Jahren ihres Schaffens auf die Beine gestellt habe und wie sich um unsere 17 Jugendliche k├╝mmern ist wirklich klasse. Auch die Erfolge sind toll. Hier nachzulesen auf unserer Homepage. Anden Beiden k├Ânnte sich Mancher eine „Scheibe“ abschneiden. Sollte es Mitglieder geben, die sich durch diesen Bericht angesprochen f├╝hlen und meinen, dass es mal wieder an der Zeit sei sich etwas auf den Verein zu zubewegen, ich spreche hier auch die Rentner und passiven Mitglieder an, h├Ątte dieses Schreiben seinen Zweck erf├╝llt. Es gibt┬á im Verein unter den „Alten“ noch einige, die wie auch ich, den SAV Neckargem├╝nd in einer anderen Form kennen. Wenn wir nur teilweise wieder so ein Vereinsleben hinbek├Ąmen, w├Ąre dies schon ein gro├čer Erfolg.

Klaus Gro├č
2. Vorstand SAV Neckargem├╝nd